Eine Woche ist die Entscheidung der Briten für den Brexit mittlerweile her. Für die Populisten von AfD und Co ist die Entscheidung der Briten, aus der EU auszutreten, Wasser auf ihre Propagandamühlen. Und man fragt man sich – ich zumindest einigermaßen beunruhigt: Ist Brexit überall? – Denn überall in Europa sind die Populisten im Aufwind. Sie schüren Unsicherheit und Unzufriedenheit unter den Menschen und, noch schlimmer, sie bauen Feindbilder auf. „Hört nicht auf die Warnungen von Experten, die erzählen eh nur das, was den Etablierten nützt!“ – behaupten die Populisten.HG PK26-05-16_1-1

An die Stelle sachlicher Argumente setzen sie billige Parolen und haltlose Versprechungen. Bestes Beispiel dafür ist UKIP-Chef Nigel Farage, der versprach, 350 Millionen Pfund, die Großbritannien durch den EU-Austritt pro Woche angeblich spart, in das nationale Gesundheitssystem zu investieren. Doch bereits Stunden nach der Verkündung des Ergebnisses war das Versprechen plötzlich ein Fehler und garantieren könne er das natürlich sowieso nicht – klang aber vorher noch ganz anders.
Aber das zeigt doch: Lösungen, die funktionieren könnten, haben sie nicht, interessieren sie aber auch nicht.
In Großbritannien bedauern nun auch immer mehr EU-Gegner ihre Wahlentscheindung. Allmählich dämmert es ihnen, was da auf sie zukommt. Politik hat selten einfache Antworten. Und Demokratie funktioniert nun mal nur mit Vernunft, auch wenn‘s anstrengend ist.

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